Asset Management und strategische Planung in Netzgesellschaften (EVU)

Information Management aus Sicht von noventum consulting

Das Asset Management eines EVU trägt die Verant­wortung für die Versorgungssicherheit sowie für die langfristige Entwicklung und Erhaltung des Netzes. Im Fokus stehen dabei einerseits die Entwicklung von Instandhaltungs- und Investitionsstrategien, die eine Bewertung der Netzkomponenten und die Bestimmung ihres Zustands erfordern. Andererseits bilden Budgetierung und die Planung von Maßnah­men in Abstimmung mit der unternehmerischen Ge­samtplanung den zweiten Schwerpunkt.

Bei der Entwicklung von Maßnahmenplänen und Asset Strategien steht den Entscheidern in den Netzgesellschaften eine ungeheure Datenvielfalt zur Verfügung. Die Herausforderung liegt in Zeiten hochleistungsfähiger Hardware und immer größerer Speicherleistungen weniger in der Sammlung von Daten. Vielmehr gilt es, in den vorherrschenden IT-Systemlandschaften, die komplexen Abhängigkeiten der Systeme untereinander in der Art zu beherrschen, dass gesammelte Daten auswertbar gemacht und die entscheidungsrelevanten Informationen gewonnen werden können.

Das Asset Management bewegt sich bei der Bewertung von Investitionsbedarf, Substanzerhalt, Versorgungs­sicherheit und Wirtschaftlichkeit im Spannungsfeld zwischen technischen und wirtschaftlich-regulatorischen Anforderungen. Dies erfordert die Einbindung von Daten aus den zentralen operativen Systemen verschiede­ner Fachbereiche.

Um diesen komplexen Aufgabenstellungen gerecht werden zu können, zählt das Management der unternehmensweit verteilten Daten aus den verschiedenen Planungs- und Betriebsstufen sicherlich zu den erfolgskritischen Herausforderungen.

Unabhängig von der Leistungsfähigkeit der Operativ- und Planungssysteme stellt eine konsolidierte Datenbasis daher eine unverzichtbare Planungsanforderung dar. Obwohl Analysen und Folgesysteme im Planungsprozess belastbare und zuverlässige Grundlagen erfordern, sind qualitätsgesicherte Planungsdaten oft nur eingeschränkt verfügbar, bzw. nur mit großem Aufwand herstellbar. Darüber hinaus sind sie oft nur kaufmännisch oder technisch geprägt und stehen nur isoliert voneinander für Analysen zur Verfügung.

An dieser Stelle bietet sich ein zentral organisier­tes Information Management auf Basis einer Data Warehouse-Lösung an, das die Integration technischer und kaufmännischer Netzdaten ermöglicht und den Zugriff auf aktuelle und historische Daten aus unterschiedlichen Perspektiven erlaubt.

Im Asset Management Zyklus stellt neben dem physischen Betrieb des Netzes und der Realisierung von Maß­nahmen die Planung einen Hauptaufgabenbereich dar, für den das Information Management zu den kriti­schen Faktoren zählt. Fundierte Entscheidungen verlangen das Wissen um die Veränderungsprozesse in den hochkomplexen Versorgungsnetzen, das nur mit Hilfe einer soliden und zentral abgestimmten Datenhaltung erlangt und erhalten werden kann.

Im Zentrum der Information Management Lösung von noventum steht ein Datenmodell, in dem technische und kaufmännische Daten abgebildet werden. Die Datenaufbereitung fokussiert nicht linear nur einen Ver­wendungszweck, sondern bietet ausreichende Flexibilität zur Bewirtschaftung nahezu beliebiger Folgesyste­me. Die Implementierung kann individuell an vorhandene Quellsysteme und Datenbanksysteme angepasst werden.

Für Planungsaufgaben müssen die relevanten Daten aus den Quellsystemen extrahiert, integriert, verdichtet, aufbereitet und für unterschiedliche Planungsperspektiven bereitgestellt werden. Diese Prozesse werden in der Praxis häufig Excel-basiert in den Fachabteilungen durchgeführt. In den Schichten einer modernen Data Warehouse-Architektur werden diese Verarbeitungsschritte in Form von ETL-Prozessen (Extract-Transform-Load) automatisiert umgesetzt.

 

Der Vorteil einer solchen Lösung liegt vor allem in der

  • Reduzierung des Arbeitsaufwands durch die Automatisierung wiederkehrender Aufbereitungsschritte
  • Homogenität in der Datenaufbereitung
  • Vermeidung von Fehlerquellen durch automatische Konvertierungs- und Prüfmechanismen
  • Integration und Konsistenz der Daten für bereichsübergreifende Planungsentscheidungen und
  • Flexibilität zur Datennutzung in nahezu beliebigen Folgesystemen (Simulation, Planung, Berichte)

 

Das Information Management schließt die Lücke zwischen operativen Systemen und den Planungsanforderungen und erlaubt bedarfsorientierte, schnelle Datenzugriffe zur Erstellung flexibler Datensichten. Die Strukturierung und Automatisierung wirkt durch den Qualitäts- und Transparenzgewinn bereits in dieser Form positiv auf den Planungsprozess. Zur Darstellung und Visualisierung der Daten kann ein Management Cockpit aufgesetzt werden. Ein solches Cockpit bietet die gemeinsame Darstellung von Kennzahlen und KPIs (Key Performance Indicator) zur Analyse technischer und kaufmännischer Zusammenhänge und unterstützt somit effizient die Entscheidungsprozesse in der Mittelfristplanung. Der einfache Wechsel von Perspektiven und Aggregationsebenen verbessert zusätzlich den Planungsprozess. Stehen sogar spezialisierte Systeme, wie Berichts-, Planungs- oder Simulationswerkzeuge, zur Verfügung, kann aus dem Data Warehouse die qualitätsgesicherte Datenbewirtschaftung dieser Systeme erfolgen.

Das Projektmodell von noventum consulting

So individuell jedes Versorgungsnetz ist, so individuell ist auch die IT-Landschaft. Die Einführung eines Information Managements muss dem gerecht werden. noventum bietet ein Lösungskonzept, das sich an der spezifischen Situation jedes Kunden orientiert, dabei aber zielgerichtete und branchenspezifische Vorlagen mitbringt.

Die Beratungsleistung von noventum für das Information Management in Netzgesellschaften stellt die intelligente Strukturierung und Integration technischer und kaufmännischer Unternehmensdaten in den Mittelpunkt des Lösungskonzepts. Die zentrale Idee orientiert sich an der Anforderung, Daten aus den operativen Systemen zu extrahieren und in entscheidungsrelevanter Granularität zu Planungszwecken aufzubereiten, zu verwalten und in einem individuellen Management Cockpit bereitzustellen. Dabei wird die Individualität des Kunden im Projektvorgehen berücksichtigt.